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Ohne Weizen – meine glutenfreie Ernährung

Ihr erinnert euch, ich habe ja so einige Beschwerden, was den Bauch, die Verdauung und auch meine Haut betrifft. In dem Artikel  „Vom Unverträglich sein“  habe ich bereits darüber berichtet. Zum Zeitpunkt des Artikels war nicht ganz klar, inwiefern Weizen auch ein Problem für mich darstellt. Nach einer Blutuntersuchung konnte eine Zölialkie (Auto-Immun-Erkrankung) ausgeschlossen werden. Aber das heißt leider noch nicht, dass ich deshalb bedenkenlos Weizen zu mir nehmen kann. Tricky, wie immer!

Bei den meisten Betroffenen, die auf Gluten reagieren, handelt es sich um eine Sensitivität. Die Behandlung ist genau dieselbe wie bei der Zölialkie, nämlich eine Diät, bei der man alles, was Weizen enthält, weg lässt. Da es für eine Sensivität keine messbaren Indikatoren gibt, wird hier nach dem Ausschlussverfahren vorgegangen: Wenn eine Zölialkie und eine Allergie ausgeschlossen werden können, bleibt noch die Sensitivität. Mit Hilfe einer weizenfreien Diät wird dann getestet, ob sich die Symptome ohne Weizen nach ca. 3-4 Wochen verringern oder ganz verschwinden.

Das Gute ist, wie auch im letzten Artikel schon erwähnt, Unverträglichkeiten können vorübergehend sein. Sie können aus den unterschiedlichsten Gründen auftauchen. Nach einer glutenfreien Ernährung über einen längeren Zeitraum hinweg, kann sich das also auch wieder bessern. Ich habe das auch mit meiner Lactoseinteloeranz so erlebt. Fast drei Jahre habe ich konsequent auf alles mit Lactose verzichtet und danach war es lange Zeit auch wieder möglich geringe Mengen Lactose zu mir zu nehmen. Das Schlimme daran ist eher, dass man sich Gedanken darum macht, was die anderen Menschen denken könnten. „Was ist das denn für ne Show? Also, wenn man eine Laktoseunverträglichkeit hat, dann kann man doch nicht ein bisschen Milch vertragen!“ Sowas hört man dann schon mal oder man merkt, dass Menschen um einen herum das vielleicht nicht ganz ernst nehmen. Macht aber nix, es geht ja um dich selbst und du willst beschwerdefrei leben, da dürfen die anderen egal sein.

Zurück zum Weizen: Mir war nicht klar, wie viele Dinge ich zu mir nehme, in denen Weizen enthalten ist! Ich habe zum Beispiel gern morgens Oatmeal aus Haferflocken gegessen , Mittags vielleicht ein Brötchen oder Nudeln usw. Besonders gern habe ich bei Bauchschmerzen Salzstangen gegessen, das hat bei mir natürlich überhaupt nicht zu einer Besserung geführt. Als erstes fällt der Gang zum Bäcker weg, denn meiner Erfahrung nach, ist es ganz schön schwer bei deutschen Bäckereien etwas ohne Weizen zu finden. Auch Couscous muss leider runter vom Speiseplan.

Hier mal ein kurzer Überblick für euch, was ich wie ersetzt habe oder weg lasse:

1. Brot und Brötchen ersetzte ich durch Reisbrot. Ich mag das Reisbrot von Alnavit, das ist auf Basis von Vollkornreis und Hirse. Ab und zu habe ich auch das Reisbrot von Schär, die bieten sehr viele glutenfreie Produkte an. Und es gibt viele gute Backmischungen, die ohne Weizen auskommen. Und noch besser ist es natürlich komplett selber zu backen. Ich denke auch bereits über einen Brotbackautomaten nach.
2. Nudeln, also die ganz „normalen“ esse ich gar nicht mehr.  Wenn ich Lust auf Nudeln habe, gibt es entweder die vegane Alternative aus Zucchini und Karotten oder ich nehme Reisnudeln aus dem Asia-Laden.
3. Couscous ist weg gefallen, dafür gibt’s hier Hirse, Quinoa oder Canihua (Hier gibts auch ein Rezept für einen leckeren Hirse-Canihua-Salat.)
4. Statt Knäckebrot gibt’s Reiswaffeln oder Reiscräcker. Auch hier hat man viel Auswahl, ich nehme am liebsten die ganz dünnen Reiscracker, die eher knackig gebacken sind.
5. In Sachen Kuchen & Co bin ich keine gute Quelle. Ich habe wohl das ein oder andere Fertigprodukt schon mal probiert, aber hier lautet die klare Empfehlung: selber backen!
Es gibt ein einfaches Basis-Rezept für Muffins, das man nach Lust und Laune abändern kann.
6. Ich habe in der letzten Zeit des öfteren mal Lust auf Pizza. Es gibt tatsächlich glutenfreie Varianten im Kühlregal, aber auch hier ist ein selbst gebackener Pizzateig sicher die bessere Alternative!

Außerdem ist es hilfreich ein paar kleine Dinge im Alltag zu beachten, dann funktioniert eine glutenfreie Ernährung auch mehr oder weniger einfach!

Auf Reisen oder unterwegs: Die meisten Restaurants haben noch keine glutenfreien Gerichte auf der Karte. Unterwegs kann es also schwierig werden. Da ist es am einfachsten, wenn man einen Snack zur Hand hat oder sein Mittagessen gleich mit nimmt! Aus der guten alten Käsestulle ist bei mir das einfach Reisbrot mit Käse geworden;-)

Probier Neues aus: Oftmals sorgt die Intoleranz dafür, dass man neue Gerichte, Speisen und Lebensmittel entdeckt. Das ist ein echter Vorteil, der richtig Spaß machen kann! Da ist es gut, wenn man mit einer offenen Einstellung an Unbekanntes rangeht und sich vielleicht auch mal überzeugen lässt.

Egal ob mit Weizen oder ohne, ich hoffe euch geht’s gut!

amy's love

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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2 Kommentare

  1. Wie geht es dir denn inzwischen so damit?

    Was die Restaurants angeht, kann ich sagen:
    Natürlich kann man nie ganz sicher sein, dass nicht irgendwo eine Prise Gluten mit dabei ist. Nudeln abzubestellen, und stattdessen mehr Gemüse, oder das Brötchen beim Burger wegzulassen, ist aber in der Regel kein Problem. Man muss sich einfach nur trauen und ein kleines bisschen kreativ sein 🙂

    • Huhu, du Liebe, mir gehts mittlerweile ganz gut damit! Wo ein Wille ist, nech wahr! Und genau wie du schreibst, es ist Kreativität gefragt! Liebe Grüße

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