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Heilsames Schreiben – Aufschreiben und loslassen

Schreiben

Yoga ist heilsam. Heulen ist heilsam (finde ich zumindest). Und ganz besonders heilsam ist Schreiben. Für mich. Und für dich vielleicht auch? Schreib auf, was dir nicht gut tut, was dich belastet, dir Magenschmerzen bereitet oder dich nicht einschlafen lässt. Und lass es gehen. Lass es während des Schreibens los. Ich nenne es heilsames Schreiben.

Wie du negative Energie abgibst

Es gibt da so eine Regel im Job, die ich das ein oder andere Mal in harten Zeiten angewendet habe. Wann immer eine E-Mail mit einem Inhalt bei mir ankam, der so gar nicht ok war, habe ich eine E-Mail zurück formuliert. In diese E-Mail habe ich alles gepackt habe, was ich der betreffenden Person schon immer mal sagen wollte bzw. was mir gegen den Strich ging. So richtig. Dabei habe ich kein Lotusblatt vor den Mund genommen. Und dann habe ich die E-Mail nicht abgeschickt. Entweder gespeichert oder gelöscht. Oder was du auch machen kannst, wenn es nicht allzu viel negative Energie ist, die mit rüberschwappt, einfach an eine Freundin schicken.
Was das soll? Das befreit. Und sorgt dafür, dass die aufreibenden Gedanken, die du hast dich verlassen. Was tust du, wenn du etwas in den Mund genommen hast, was dir so gar nicht schmeckt? Richtig, du spuckst es aus. Das ist genau dasselbe.

Heilsames Schreiben macht dich innerlich leer

Wann immer negative Gedanken dich plagen, solltest du diese Regel, die auch dafür sorgt, dass einem der Arbeitgeber nicht sofort kündigt, einfach auch für dein privates Seelenleben anwenden. Mach dich innerlich leer, indem du alles einmal zu Papier bringst. Denn der Prozess des Schreibens führt dazu, dass wir uns ordnen, das Ganze noch einmal im Geiste durchgehen bevor wir es zu Papier bringen und dann gehen lassen können.

Du kannst das Geschriebene aufbewahren und weg packen. Oder du verbrennst es, schmeißt es einfach weg oder jagst es durch den Papierschredder. Und vielleicht ist es etwas so Heftiges, dass deine ganze Energie erfordert, dann zerreißt du es mit voller Power.
Entdecke die Kraft und Magie des Schreibens. Und dabei sollst du nicht der nächste Hemmingway werden oder großartig auf deine Rechtschreibung achten.
Denn das Schöne: Du schreibst all das nur für dich selbst, um dich von Dingen zu verabschieden, die dir nicht gut tun.

Happy Writing

Feel free, schnapp dir einen Stift oder hau in die Tastatur was das Zeug hält. Für mich ist Schreiben wie eine Therapie. Wenn ich etwas lustiges schreibe, dann heitert mich das auf und wenn ich etwas Trauriges zu Papier bringe, dann durchlebe ich alles noch einmal und kann es dadurch besser verarbeiten.

Wenn du nicht weißt, wohin mit den ganzen Buchstaben, schick deine Worte an meine E-Mail Adresse. Ich freue mich dann im Geiste mit dir über das, was du loswerden konntest! Und schweige selbstverständlich über alles, was mich erreicht.

Love & Light!

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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6 Kommentare

  1. Love and Light – eine sehr schöne Überschrift, liebe Simone. Wir kennen uns nicht und ich bin gerade durch Zufall auf Deine Seite gestoßen und auf das Thema Schreiben.
    Seit dem 5. Oktober 2016 schreibe ich täglich an meinen Lieblingsmenschen und Mann. An diesem Tag ist mein Benno mit 55 Jahren ganze plötzlich auf einer Dienstreise in England an einem schweren Herzinfarkt verstorben. Das Schreiben ist für mich eine Art Therapie und mein persönlicher Umgang mit der Trauerarbeit, die so schwer und belastend ist.
    Ich wünsche Dir stille Momente für ein warmes leuchtendes Weihnachtsfest mit einem offenen vertrauensvollen Blick für das kommende Jahr.
    Vera

    • Liebe Vera, lieben Dank für deinen Kommentar & dass du deine Gedanken dazu mit mir teilst. Ich hoffe, dass dir das Schreiben weiterhin bei deiner Trauerarbeit hilft und finde es schön zu lesen, dass du täglich diese Briefe schreibst. Alles alles Liebe für dich, ganz viel Kraft & Zuversicht.

  2. So, das muss ich jetzt kurz noch los werden… Ich fühle mich fast wie einer dieser Menschen, der alles kommentieren (muss), aber ich hoffe, so kommt es nicht an 😉 Ich bin sonst ein sehr stiller Leser deines Blogs, aber die letzten Posts waren alle so toll und haben genau das aufgegriffen, was mich gerade beschäftigt, dass ich dafür einfach mal ein Kompliment an dich aussprechen wollte. Weiter so! Es ist immer wieder eine Freude, deine Artikel zu lesen, ob ernste, nachdenkliche und beruhigende Themen oder deine Reise-Abenteuer. Danke, dass du deine Gedanken und dein Leben mit uns teilst und mit dem Schreiben auch deinen Lesern hilfst.

    • Liebe Jana, nein das kommt gar nicht so rüber!! Ich freue mich sehr über alle Kommentare, wahnsinnig sogar!! Und dein Kommentar ist natürlich ein Knaller und zaubert mir ein riesiges Grinsen aufs Gesicht. DANKE dafür. #youmademyday Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es freut mich so sehr. Und ich mache weiter, versprochen.

  3. Alexandra sagt

    Hallo Simone,

    Danke für den Tipp. Ich habs gleich mal ausprobiert. Dazu habe ich mir eine „WutEmailAdresse“ angelegt und mir quasi zwar selber eine mail geschickt, aber nur schreiben sie nicht abschicken, hat nicht funktioniert, erst als ich auf senden geklickt hatte, ging es mir besser, der ganze Kram war weg. Ich habe dann allerdings sofort auch die ankommende mail aus meiner „WutEmailAdresse“ gelöscht um nicht die negative Energie bei mir zu lassen. Ich werde es glaube ich öfters anwenden. Sehr befreiend.

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