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Wie finde ich das richtige Yoga-Studio?

Du möchtest gerne mit Yoga anfangen, weißt aber nicht so richtig wie? Du fragst dich, wie du ein Yoga-Studio findest das zu dir passt? Eigentlich ist es ganz einfach und wie mit vielen anderen Dingen im Leben auch. Das Zauberwort heißt: ausprobieren. Trau dich! In den meisten Städten ist die Yoga-Landschaft groß, es gibt viele Lehrer, viele Studios – da ist für jeden was dabei. Nimm dir die Zeit verschiedene Studios, Lehrer und Richtungen auszuprobieren. Das ist ein Tipp für all diejenigen, die gerne loslegen möchten mit der allerersten Yogastunde. Aber auch für die, bei denen es vielleicht nicht direkt in der ersten Stunde „zoom“ gemacht hat.

Das richtige Yoga-Studio finden


Es gibt natürlich nicht das richtige Studio per se. Es wird sogar im Laufe der Zeit eher so sein, dass du vielleicht in mehreren Studios praktizierst. Wenn du Freunde oder Bekannte hast, die Yoga praktizieren, frag einfach mal nach und suche das Gespräch. Jemand der ähnlich tickt wie du, der im besten Fall dich und die Yogaszene vor Ort kennt, kann dir sicher gut ein Studio empfehlen. Wenn das nicht geht, recherchiere im Internet nach Studios. Ganz einfach, in dem du nach Yogastudios in deiner Nähe suchst oder schau auf Yoga-Blogs, die Studios empfehlen. Schlender mit offenen Augen durch die eigene Stadt, vielleicht entdeckst du ein feines Studio in einem Hinterhof.

Wenn du ein Studio in deiner Nähe gefunden hast, raff dich auf und schau einfach für eine Probestunde vorbei. Manchmal bieten die Studios auch Sprechstunden an. Du kannst vorbeischauen, dich informieren und dir das Studio zeigen lassen bevor du an der ersten Stunde teilnimmst.

Starte mit einer Beginner-Klasse

Es erklärt sich eigentlich von selbst, aber manchmal ist der Ehrgeiz größer als alles andere. Suche dir zum Einstieg in jedem Fall eine Beginnerklasse heraus, Level A. Es macht keinen Sinn, weder für dich noch für den Lehrer, wenn du einfach in irgendeine Klasse stapfst, um am Ende frustriert nach Hause zu gehen.

Sei am besten mindestens 10 bis 15 Minuten vor Beginn der Klasse da, insbesondere wenn du ganz neu bist. Gib deiner Lehrerin die Chance dir alles in Ruhe zu zeigen und gib dir selbst die Möglichkeit in Ruhe anzukommen. Achte auf bequeme Kleidung, in der du dich wohlfühlst und dich gut bewegen kannst. Du musst nicht direkt in fancy Yogakleidung investieren, eine Leggings und ein T-Shirt sind völlig ok. Eine Matte kannst du vor Ort im Studio leihen, manchmal gegen eine kleine Leihgebühr, oft auch umsonst.

Nach einer ersten Probestunde solltest du in dich hineinhorchen, ob es dir gefallen hat und ob man dich freundlich aufgenommen hat. Ich finde das ist das A & O! Wenn die erste Probestunde gut war und du gerne wieder kommen willst, erkundige dich vielleicht nach einem Anfänger-Workshop.  So ein Workshop geht über 6 oder 7 Kurse und vermittelt dir wichtige Grundlagen, um dann mit Anfänger oder All-Level Kursen weiterzumachen. Das ist meiner Meinung nach der beste Einstieg.

Wie gehts dann weiter?

Schau dir den Kursplan des Studios an und wirf einen Blick auf die Zeiten, denn die sollten zu deinem Alltag passen . Du arbeitest bis 19.00 Uhr? Dann check unbedingt das Angebot der Abendkurse. Frage dich, an welchen Tagen du Zeit hast und schau, ob es an diesem Tag einen Kurs für Anfänger oder ein „All Level“ Angebot gibt. Lass dich dazu gern von der Studioleitung oder einer Lehrerin beraten.

Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn sofort ein Abo oder einen Jahresvertrag abzuschließen. Wenn die erste Probestunde gut war, frag nach einer 5er oder 10er-Karte, um vielleicht verschiedene Lehrer und Stunden auszuprobieren oder buche den erwähnten Anfänger-Workshop. Erst danach solltest du über eine Mitgliedschaft nachdenken.

Mein Tipp: Such dir am besten zwei Tage unter der Woche aus, an denen du Zeit hast und an denen es einen passenden Kurs gibt. Ich würde Tage unter der Woche nehmen, denn am Wochenende ist man ja gerne mal unterwegs, verlässt die Stadt und wenn das der einzige Kurs ist, den du besuchst, kommst du schnell wieder raus.

Muss es ein Yoga-Studio sein?

Ach so, falls du dich fragst, ob du nicht einfach ein paar Yogabücher lesen kannst und dann mit Online-Yoga zu hause praktizieren kannst, lautet meine persönliche Antwort für den Anfang: nein. Gerade zu Beginn ist es wichtig regelmäßig ein Studio zu besuchen und im besten Fall einen Anfänger-Workshop bei einem erfahrenen Yoga-Lehrer zu besuchen. Wenn du die Grundlagen kennst, kannst du nach und nach deine Praxis zu Hause erweitern. Ich finde es wichtig, dass am Anfang jemand dabei ist, der dich ausrichten kann und dir zeigt, wie du in eine Position hinein und wie wieder hinaus gehst. Außerdem kannst du in einem Studio ganz anders abschalten, die Atmosphäre ist einzigartig. Und du wirst nette Leute treffen, das macht Freude!

Geht auch ein Unikurs oder ein Yogakurs in einem Fitnessstudio? Klaro, warum nicht. Viele Yogalehrer arbeiten in Yoga-Studios und geben nebenbei auch in Fitnessstudios Kurse, das heißt nicht, dass diese Kurse schlechter sind. Meine erste Berührung mit Yoga war in einem Fitnessstudio. Das ist völlig ok. Von da aus kann es weiter zu einem Studio gehen. Ich finde es wichtig, dass du gerne hingehst, es dir gut tut und seien wir mal ehrlich, gerade am Anfang ist es auch wichtig, dass du den Kurs ruckizucki erreichen kannst und nicht erst durch die halbe Stadt reisen musst. Mittlerweile fahre ich für ein gutes Yogatstudio auch quer durch die Stadt, das war aber nicht immer so. Mach es dir einfach!

Dein Bauchgefühl

Hör auf dein Bauchgefühl – fühlst du dich willkommen, wenn du das Studio betrittst? Sind die Lehrer nett zu dir? Findest du einige Leute nett, die dort ein und ausgehen. Kommst du gern her um dich dort auszupowern, gibt es vielleicht immer was zu lachen, aber auch die Möglichkeit dich zurückzuziehen, wenn dir danach ist? Bietet dein Lehrer dir an Wünsche zu äußern, fragt er zu Beginn der Stunde nach Verletzungen und hast du das Gefühl, dass auf dich eingegangen wird?

Finde für dich heraus, ob du lieber große, geräumige und moderne oder eher kleine individuelle Studios magst. Später merkst du vielleicht, dass du die Abwechslung brauchst, zwischen zwei oder mehreren Studios zu wählen. Dann macht es vielleicht mehr Sinn mit 10er-Karten zu arbeiten als in jedem Studio ein Abo abzuschließen.

Und ja, es macht evtl. Sinn zu Beginn mehrere Studios zu testen, wenn du dir nicht 100% sicher bist. Bei mir war es z.B. in Hamburg so, dass ich mehrere Studios ausprobiert habe. Als ich nach Düsseldorf gezogen bin, habe ich nicht viel rumprobiert und bin sofort in einem Studio gelandet, das perfekt gepasst hat. Da hatte ich gar nicht das Bedürfnis groß alles andere auszuprobieren, das kam dann etwas später automatisch. Yoga ist sehr individuell und du wirst es bei jedem Lehrer anders erleben. Mach tatsächlich in mehreren Studios mal eine Probestunde, schnupper rein und praktiziere auch bei unterschiedlichen Lehrern.

Finde einen Anfang, du wirst es nicht bereuen. Yoga ist so vielfältig, so bereichernd. Du wirst es lieben.

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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Kategorie: Yoga

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„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

2 Kommentare

  1. Hey Simone,

    dein Post kommt gerade recht.
    Du wolltest mir nochmal deine Düsseldorfer Geheimtipps geben 🙂
    Ich bin gespannt!

    Liebe Grüße aus deiner Ex-Heimat
    Charlotte

    • Huhu du Liebe, der Artikel kommt Mitte Februar, da findest du alles. Ansonsten schau mal im Yogaloft Düsseldorf bei Birgit vorbei, dazu gibt’s hier auch zwei Artikel;-) Oder im Youryoganow in Pempelfort bei Julia oder im KarmaKarma. Ich schick dir aber gleich auch noch ne E-Mail. Liebe Grüße Simone

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