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Meditation – kultiviere eine tägliche Praxis

Ja, ich meditiere mittlerweile tatsächlich jeden Tag und meine tägliche Praxis hilft mir, mich immer wieder mit mir selbst zu verbinden. Und sie hilft mir im hektischen Trubel, zwischen vielen Projekten, Aufgaben und Anforderungen den Überblick zu behalten. Was auch ich erst lernen musste: Es lohnt sich ganz besonders, Zeit in die Meditation zu stecken, wenn man eigentlich ganz wenig Zeit hat.

Der Klassiker: Ich habe dafür einfach keine Zeit

Du würdest ja so gerne meditieren, aber du hast einfach keine Zeit? Das ist nur was für Yogis, Freiberufler oder Muttis, die zu Hause abhängen? Also erstens glaube ich fest, dass die wenigsten von uns einfach nur abhängen. Es ist vielmehr so, dass unser Alltag ziemlich vollgepackt ist. Die Zeiten, in denen wir wirklich mal nichts tun, sind rar gesät. Gerade wenn du ganz viel zu tun hast, der Terminplan unheimlich dicht ist, gerade dann solltest du dir Zeit für deine Meditation nehmen. Fünf Minuten reichen am Anfang vollkommen aus.

Denn es ist ja so, wenn du es schaffst fünf Minuten völlig in Ruhe zu sitzen und dich auf deinen Atem zu konzentrieren und deinem Geist eine kleine Auszeit gönnst, dann wird sich das im Laufe des Tages bemerkbar machen. Du wirst aufmerksamer, ruhiger und entspannter sein, was dafür sorgt, dass du die anderen Aufgaben, die noch alle auf dich warten, besser und aufmerksamer lösen kannst.

Ich habe lange so getickt, dass ich nur gearbeitet habe, ein Projekt nach dem anderen. Ich habe schlichtweg nicht verstanden, warum Pausen und Auszeiten so wichtig sind. Und ich lerne immer noch. Es gibt Tage, da stemme ich weniger als an anderen und gerade an Tagen, an denen ich weiß, da steht einiges an, das wird stressig, bleibe ich noch zehn Minuten länger in der Meditation.
Denn was nutzt es uns, wenn wir genervt sind, alles nur im Run erledigen ohne wirklich da zu sein?

Wir verschwenden mit vielen kleinen Dingen, ziemlich viel Zeit. Wir alle. Schnell mal durch Facebook geschwirrt, Instagram aufgemacht, Posts geliket. Schau einfach mal zum Spaß dabei auf die Uhr, du wirst sehen da sind ganz schnell mal 20 Minuten weg, Obwohl wir eigentlich keine Zeit haben.

Ich kann nicht einfach nur sitzen

Ganz oft antworten Menschen, wenn sie hören, dass ich Yoga mache:  „Och, das ist mir nicht anstrengend genug. Ich brauche ein richtiges Workout.“ Finde ich lustig.
Und auf die Tatsache, dass ich meditiere, ist Nummer 2 nach „Ich habe keine Zeit“ dann meist
„Ich kann nicht so lange still sitzen“. Kann ich verstehen.

Genau das hat mich damals sehr daran gereizt. Zu lernen, ein paar Minuten nur zu sitzen, zu sein. Die Gedanken zur Ruhe zu bringen. Wenn du also denkst, ich kann nicht einfach nur sitzen, dann zeig dir doch einfach mal, dass das Gegenteil möglich ist. Das du sehr wohl für fünf Minuten am Tag Ruhe in einem Sitz finden kannst. Ich finde das ist ne feine Challenge 😉

Wir alle können meditieren. Und wie das so ist im Leben, dem einen fällt’s leichter, der nächste findet den Zugang erst nach einiger Zeit. Ich habe zu Beginn immer erst eine anstrengende Yoga-Praxis absolviert, das hat mir geholfen runter zu kommen. Aber auch das hat gedauert, nicht immer funktioniert.

Warum täglich?

Gehts nicht auch einmal die Woche? Klar, geht alles. Du bist natürlich dein eigener Herr und entscheidest. So richtig profitieren wir aber von der Meditation, ähnlich wie beim Yoga, umso regelmäßiger wir praktizieren. Außerdem gewöhnen sich unser Körper und unser Geist irgendwann daran. Das ist ja das Schöne. Es wird irgendwann ganz normal, so normal wie Zähne putzen. Und wir fragen ja auch nicht, ob wir uns jeden Tag die Zähne putzen sollen. Ich trotte mittlerweile jeden morgen nach dem Aufstehen in Richtung Matte.

Sieh die Meditation als Reinigung deines Geists an. Ständig ist so viel los, wir wollen und sollen immer abrufbar sein, da ist es eine Wonne ab und an mal inne zu halten und still zu werden. Und das Tolle ist, du schöpfst daraus ganz viel neue Kraft. Ich merke, dass ich viel kreativer werde in meiner Arbeit, mich mehr Dinge traue und sich so ein Urvertrauen einstellt.

#spreadloveandmeditate

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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"Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!" Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

2 Kommentare

  1. Alexandra sagt

    Hallo Simone,

    Danke für den Artikel, der mich ermutigt weiter dran zu bleiben. Oft denkt man, ach heute ist so knapp, ach ich bin viiieeeellll zu müde. Nein, ich halte es auch für wichtig, täglich zu meditieren. Ich hatte mal vor ganz vielen Jahren mit Autogenem Training begonnen, dann aufgehört, weil ich dachte, ach, kann ich brauch ich heute mal nicht, schwupp waren es 2,3,4 Tage und plötzlich gar nicht mehr und als ich es wirklich mal brauchte klappte es nicht wirklich. Deshalb bleibe ich dran und wirklich nur in ganz ganz wenigen Tagen wo ich nicht meditieren. Danke nochmal fürs erinnern!!!!!!

    Herzliche Grüße

    Alexandra

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