Dubai
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Dubai-Diary: Vom „Nicht-wieder-ankommen“

Seit  ca. 10 Tagen bin ich nun wieder in Dubai. Zurück aus Indien. Wieder da von einer wundervollen Reise, die irgendwie fast zu kurz war, aber auch lang genug, denn ich habe mich am Ende tierisch auf „zuhause“ gefreut. Now, life hits me hard. Ich fühle mich fremd, etwas verloren und meine Gedanken schweifen dauernd ab.

Wieder zurück in Dubai fühlt sich irgendwie alles anders an. Weil so große Welten zwischen diesen beiden Ländern liegen und ich seitdem das Gefühl habe nicht richtig, nicht vollständig hier zu sein. Ich habe dauernd das Gefühl mich sortieren zu müssen. Dann geht es einen Tag und wums, kommt der nächste und schmeißt mich aus der Bahn.

Ich war innerlich so voll (im positiven Sinne), so ausgeglichen als ich hier ankam. Ihc möchte mir eines gönnen: ZEIT. Die Zeit wieder richtig anzukommen, weniger von einem Moment zum nächsten zu hasten. Es ist wohl normal, dass man nach einer so intensiven Reise, so vielen Erkenntnissen und tiefen Begegnungen wieder länger braucht, um sich einzufinden. Im Alltag. Und dem neuen Land. In dem ich auch erst seit 4 Monaten lebe.

Und im Alltag komme ich gerade nur schwer an. Selbst das Schreiben fiel mir in der letzten Woche schwer, heute ist der erste Tag an dem es Sinn macht meine Finger über die Tasten zu bewegen. Dauernd habe ich das Gefühl die Menschen hier nicht zu verstehen. Was am dahin genuschelten Englisch liegt, aber auch an mir. Weil ich abschweife.

Gestern habe ich mich wie ein kleines Kind gefreut als mich ein Inder besucht hat und auf einmal freudig strahlend vor meiner Tür stand. Der arbeitet hier in unserem Tower und bei mir klemmte mal wieder die Klospülung. Wenn die ganze Scheiße einfach kurz hoch kommt, dachte ich während ich in die Toilette starrte. Kennt ihr diese Tage?

Das Yogaunterrichten hilft mir gerade sehr. Genau wie meine eigene Praxis. Gestern durfte ich eine wundervolle Stunde geben und habe danach in zufriedene und entspannte Gesichter geblickt. Das hat mich ganz selig nach Hause schweben zu lassen. Und bäm, auf einmal war er wieder da, der Alltag, der mich mit aller Wucht wieder von meiner seligen Wolke runtergeholt hat. Und dann standen schon die ersten lieben Freunde aus Deutschland vor der Tür und die Freude war groß und mir wurde klar: Es ist ein ständiger Wechsel, an Situationen, Gefühlen, Stimmungen und jeder Tag ist anders. Ist der eine mal nicht so gut, wird der nächste vielleicht schon wieder besser. Egal wo wir sind, ob in Dubai oder Deutschland.

The adventure goes on.

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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"Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!" Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

2 Kommentare

  1. Ainoa sagt

    Ich fühle mit Dir. Heute vor zwei Jahren bin ich, nach 2,5 Monaten besonderer Erlebnisse und Erkenntnisse, das letzte Mal aus Indien zurück nach Hause gekommen. Es war sooo schwer für mich wieder da zu sein, nicht mehr in Indien zu sein. Yoga hat mir auch geholfen, tut es heute noch, denn ich vermisse Indien immer noch sehr, aber jetzt ist es erträglich. Das erste halbe Jahr nach meiner letzten Indienreise musste ich mich neu Zuhause einleben. Du hast Recht, es ist ein ständiger Wechsel. Egal wo wir sind.

    • Lieben Dank für deinen Kommentar, das tut so gut zu lesen! Ich höre derzeit von vielen, dass so ein Zurückkommen nach langer intensiver Reise nicht ganz einfach ist. Indien bleibt im Herzen, egal wie stürmisch der Alltag ist.

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