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Hips don’t lie – warum du Hüftöffner praktizieren solltest

Nach einer Yogasequenz mit Hüftöffnern fühlen wir uns gerne mal befreit. Es fühlt sich an, als ob wir alten Ballast über Bord geworfen haben. Und es ist kein Geheimnis: Der Bereich der Hüfte ist eng mit unseren Emotionen verknüpft. So kann eine intensive Hüftöffner-Praxis Emotionen wie Wut, Ärger und Traurigkeit hervorrufen. Du bist also kein Sonderling, wenn dir in der Taube dicke Tränen über die Wangen kullern.

Mal offen – mal geschlossen

Ich habe Zeiten da fühlen sich meine Hüften ganz wunderbar befreit an und dann wieder gibt es Zeiten, da spüre ich eine Enge. Das hängt bei mir damit zusammen, was gerade so im Leben los ist. Viele quälende Gedanken, emotionaler Stress und langes Sitzen, da machen die Hüften gerne mal zu. Denn die Muskeln Psoas und Iliopsoas reagieren auf Stress jeglicher Art und sind eng mit unserem Nervensystem verbunden.

Hüftöffner sind einerseits ganz prima aus der rein körperlichen Sicht, da sie uns eine bessere Flexibilität ermöglichen  und weil sie unsere Knie, die Gelenke der Hüfte und den unteren Rücken entlasten. Aufgepasst: Wer also Knieschmerzen oder Probleme im unteren Rücken hat, der tut sich mit einer leichten Hüftöffnerpraxis was Gutes. Und manchmal hängen Probleme in den Knien auch direkt mit den Hüften zusammen, diese Erfahrung mache ich gerade.

Die andere Seite ist: Hüftöffner befreien von uns alten, gespeicherten Emotionen. Dinge, die wir nicht verarbeiten, einfach weg packen wollen, weil es weh tut hinzusehen, speichert unser Körper ab. Das macht sich vielleicht erstmal nicht bemerkbar, ist deshalb aber nicht weg. Alles, was wir nicht verdaut haben, steckt in unserer Hüfte und kann in einer öffnenden Sequenz gerne mal zu Tage treten. Es ist also eher ein gutes Zeichen, wenn dir vielleicht nach mehreren öffnenden Sequenzen Tränen in die Augen steigen.

Lass den Hüften Zeit

Gerade bei Hüftöffnern sollten wir mit viel Hingabe und Geduld praktizieren. Drücken und reißen bringt hier gar nix und sorgt nur für Verletzungen. Wichtiger hingegen ist ein langer und tiefer Atem, den du ganz bewusst in deine Hüfte schickst. Stell dir bildlich vor, dass du mit deinem Atem den Bereich, der sich eng anfühlt, weitest. Und versuche über den Atem loszulassen. „Loslassen“ ist das Zauberwort im Yoga. Es kommt dir vielleicht erstmal so vor als würde das nicht gehen, aber du wirst sehen umso länger du in einer Stellung verweilst, umso mehr lernt dein Körper loszulassen.

Meine liebsten Hüftöffner-Asanas

Ich praktiziere oft und gerne ein Set an Hüftöffnern. Immer dabei ist Malassana, eine Asana in der ich wunderbar zu Ruhe komme. Zum Abschluss einer jeden Stunde gehört für mich das Happy Baby, um in Savasana fein entspannen zu können. Und ich liebe die tiefen Ausfallschritte, weil ich hier richtig einen Effekt auf die tieferliegenden Muskeln spüre. Wenn ich mich tief nach innen richten möchte, wähle ich meist die Taube. Wenn du Probleme mit den Knien hast, ist das Nadelöhr besser geeignet, da deine Knie hier nicht belastet werden.

Worauf wartest du? Ran an die Emotionen, ran an die Hüften!

"Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!" Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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2 Kommentare

  1. Jana sagt

    Ich habe vor ein paar Wochen einen Yoga-Beginner-Kurs angefangen und lerne jetzt endlich mal alles ganz ordentlich von Grund auf. Dann werde ich in der nächsten Stunde doch direkt mal die Lehrerin fragen, ob wir einen Hüftöffner mit einbauen können… Ich wusste gar nicht, dass an unsere Hüfte bzw. den Bereich so viele Emotionen geknüpft sind. Danke für den tollen Artikel, Simone 🙂

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