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Travelguide Sri Lanka // Arugam Bay

Nach 4 Tagen im kleinen Bergdorf Ella ging es für uns mit dem Bus weiter nördlich an die Südostküste nach Arugam Bay. Allein die Busfahrt dorthin war ein feines Erlebnis, zwischen all den Sri Lankern im Affentempo quer durchs Land. Nach 5 Stunden hatten wir Arugam Bay erreicht – den kleinen Ort direkt am Meer, der von April bis September ein beliebtes Ziel bei Surfern aus aller Welt ist. Und der von vielen mit Bali verglichen wird.

Das Paradies – ich hab’s gefunden

… so lautete meine Überschrift zum Facebookpost nach zwei Tagen Arugam Bay. Egal ob Surfer, Backpacker, Hippie oder Aussteiger – Arugam Bay ist ein kleines, ach was schreib ich, ein großes Paradies. Auch wenn hier der Tourismus mehr und mehr angekommen ist, der endlos lange Strand, die Wellen, der Sonnenuntergang, die gut gelaunten und entspannten Menschen – all das macht den kleinen Ort zum Paradies für Urlauber und Aussteiger. Die meisten, die wir getroffen haben, bleiben gleich einen ganzen Monat oder länger. Gute Idee!

Vom Süden aus kannst du Arugam Bay mit dem Bus erreichen, indem du zunächst nach Monaragala fährst. Wir haben in Ella den Bus genommen, hier springen auch Taxifahrer rum, die dir eine Fahrt mit anderen Reisenden zusammen anbieten, falls du dir den Bus sparen magst. Ja, der Bus ist laut und voll und rast mit einem Affentempo durch die Kurven, aber es ist fein mit den Einheimischen gemeinsam zu reisen. Ich saß eingequetscht zwischen einer niedlichen Familie aus Sri Lanka. In Monaragala hat man dann kurz Zeit um den Bus zu wechseln und um dort auf dem Markt ein paar Rambutans (das sind die haarigen Litschis auf dem Bild unten… sehr lecker sind auch Mangostane) für die weitere Fahrt zu kaufen. Wir sind dann mit diesem Bus direkt bis nach Arugam Bay und haben erst mal ne ganze Weile nach unserer ersten Unterkunft dem Beach Wave Hotel gesucht.

Statt geplanter fünf Tage sind wir acht geblieben, haben unsere Abreise immer weiter aufgeschoben und die Seele baumeln lassen. Aufstehen, in der Hängematte schlafen, schwimmen, frühstücken, surfen – und wieder von vorn. Wobei das bei mir mit dem Surfen dieses Mal eher mäßig geklappt hat. Ich habe mich gleich zweimal dolle verletzt und war daher leider sehr eingeschränkt. Erst habe ich mir dolle das Knie verdreht und war auch für Yoga erst mal raus und dann habe ich mir fies den Fuß verletzt – als kleines Andenken aus dem Urlaub humpel ich auch immer noch durch die Gegend.

Surfen, Safari & Sundowner

In Arugam Bay gibt es gefühlt mehr Surfschulen als Sand am Meer. Die Auswahl ist schwer, wenn man nicht vor hat eine Wissenschaft draus zu machen oder einen halben Tag zu suchen. Wir haben erst später die Aloha Surfschule getestet, die fand ich sehr gut und verlässlich. Die haben uns gleich zwei Surflehrer zugeteilt, weil sie schnell geschnallt haben, dass wir beide auf unterschiedlichem Niveau unterwegs sind. Wie du eine gute Schule oder einen Lehrer findest? Ich würde ehrlich gesagt, zu einem der Spots fahren, mich dort hinsetzen und den Surfern und Lehrern zuschauen. Du wirst schnell sehen, wer sich kümmert, seine Augen beim Schüler hat und auch mal das ein oder andere erklärt. Mein erste Lehrer war ständig mit den Augen bei den umliegenden Surfschönheiten und hatte meist die Nacht davor auch nicht viel Schlaf. 😉

Am Mainpoint in Arugam Bay liegt das Upali, ein traumhaftes Beachhotel & Cafe. Hier könnt ihr in Cabanas direkt am Strand übernachten und gleich morgens mit dem Geräusch der Wellen aufstehen. Oder einfach die Sonnenliegen nutzen und den ganzen Tag den Surfern zusehen, zwischendurch am Strand spazieren, Muscheln sammeln und Banana-Pancakes essen. Der Mainpoint selbst ist aufgrund des Riffs nur was für erfahrene Surfer. Etwas weiter vor liegt der Baby Point, hier trauen sich auch die Anfänger ran.

Nur ein paar Minuten Tuk Tuk-Fahrt sind es bis zum Elephant Rock oder der Peanut Farm. Beide Plätze sind gut geeignet für Surfer, die noch nicht so lange auf dem Brett stehen. Wer früh aufsteht und den Strand um 6.00 Uhr erreicht hat noch Glück und teilt sich die Wellen nur mit ein paar anderen. Schon ein paar Stunden später, wird es hier voll. Sehr voll. Ein Ausflug an den Elephant Rock lohnt sich aber auch ohne Bord zum Sonnenauf- und untergang .

Ebenfalls beliebt sind Whiskey Point, Lighthouse Beach und Panama Point. Wer nicht jedes Mal mit dem Tuk Tuk fahren will (der Preis ist automatisch in den Surfschul Preisen mit drin) kann sich auch für 1000 LKR einen Roller mieten und damit durch Arugam Bay und zu den umliegenden Stränden düsen. (Man kann sich übrigens auch ein Tuk Tuk mieten;-)) Und an den meisten Spots findet ihr auch vor Ort Bords, die ihr mieten könnt. Aufgrund der vielen Spots für unterschiedliche Level zieht Arugam Bay von April bis September Wellenreiter an.

Von Aurgam Bay aus könnt ihr, wenn ihr am Nachmittag mal ne Surfpause braucht oder verletzt seid, eine Safari zum Kumana Nationalpark machen. Einfach beim Tourist-Point, liegt direkt an der Hauptstraße Bescheid geben und für den nächsten Tag um 13.00 Uhr buchen. Mit dem Jeep gehts durch den Nationalpark und wenn ihr Glück habt gibts Elefanten, Büffel und jede Menge Krokodile zu sehen. Gegen 19.00 ist man wieder zurück und kann danach noch für eine Stunde zur Happy Hour ins beliebte Hideaways Hotel.

 

Yoga in Arugam Bay

Ja, wo Surfer und Hippies sind, da ist auch Yoga nicht weit. In Arugam Bay bieten unter anderem das Stardust Hotel, das Bay Vista Hotel und das Hideaway Yoga an. Im Hideaway gibts eine Klasse am Morgen um 08.30 Uhr und eine um 16.30 Uhr am Nachmittag, Je nachdem, welcher Lehrer da ist könnt ihr auch Privatstunden buchen. Die Lehrer hier sind meist für eine Saison, 3 oder 4 Monate vor Ort und reisen dann weiter. Ich habe in der Zeit dort zwei Lehrer im Hideaway besucht und fand beide ganz prima. Meist ist eine Stunde etwas flowiger und die andere etwas mehr yin-orientiert. Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite ist das Bayvista, ein großer, eher unpersönliches Hotel, wie ih finde, das aber über eine prima Dachterrasse und  ebenfalls zwei Yogaklassen pro Tag verfügt. Die Klassen starten einen Tick später, morgens gehts hier um 8.45 Uhr los und die spätere Klasse ist um 17.30 Uhr.

Außerdem findet ihr überall Aushänge von Yogalehrern, die in der Umgebung ihre Kurse anbieten. Das Wave Flow Yoga ist ein kleines Studio in der Nähe des Stardust Hotels, dass außerdem auch Surfklassen und Akupressur anbietet. Etwas kleiner und persönlichere Klassen gibt’s im Yoga Love in den Räumen eines traditionellen Sri Lanka Hauses. Die Klassen am morgen sind meist etwas beliebter und voller, da es am Nachmittag sehr heiß wird. Alle Klassen, die ich besucht haben, haben ca. 1000 Rupien gekostet. Das sind umgerechnet 5,00 Euro.

Places:

Das Hideaway Hotel ist ein bisschen der Hotspot in Arugam Bay. Das liegt zum einen am Hideaway Blue Cafe – ein chilliger Garten direkt vor dem Hotel, der zum Kaffee trinken, abhängen, arbeiten und quatschen einlädt. Hier unbedingt den Vietnamesischen Cafe probieren. Das Hotel wird von den beiden Geschwistern Jan & Sharon betrieben, die das Hotel mit viel Herzblut führen. Die Atmosphäre ist jung, chillig und mit einer Prise Hippie-Flair gewürzt. Das Hotel verfügt über 14 Zimmer, die erwähnte Yoga Shala und Massagen nach traditioneller Sri Lanka-Art gibts hier auch. Am Abend versammelt sihc halb Arugam Bay gerne zur Happy Hour von 18.00 bis 20.00 Uhr in der Hide & Chill Bar. Die liegt direkt gegenüber des Restaurants, das mit seiner täglich wechselnden Karte ebenfalls einen Abstecher wert ist.

Mamas Restaurant: Hier kocht Mama persönlich und zwar mit viel Herz und Geschmack. Tagsüber und Abends gibt’s Buffett Sri Lanka-Art, aber ihr solltet auch von der Karte probieren. Ihr Kottu Rotti ist das beste in ganz Arugam Bay. Danach kann man auch ohne Roller nach Hause rollen.

Samanthis Restaurant: Das kleine Restaurant liegt versteckt direkt neben dem bekannten Rupas Hotel. Wer hier essen mag, bestellt sein Curry am besten bis um 17.00 Uhr am selben Tag vor oder bringt Wartezeit mit. Es lohnt sich, denn die Sri Lanka Schwestern, die hier kochen sind geschmacklich kaum zu übertreffen. Und so freundlich! Unbedingt den Healthy Salat aus Kichererbsen, Möhren und Kokos probieren!

Surf’n’Sun: Der schönste Garten in Arugam Bay lockt mit einer chilligen Atmosphäre und wunderschönen Cabanas mit einer Hängematte vor der Tür und einem Badezimmer mit Freilichtatmosphäre. Das Hotel ist seit Jahren in Familienhand und die Besitzer stammen aus Arugam Bay. Wer hier übernachtet, unterstützt somit auch eine lokale Familie.

Karma Cafe: Das jüngste Cafe am Platz wird von zwei freundlichen Australiern betrieben und serviert die besten Smoothie Bowls. Unbedingt vorbei schauen, die Jungs plaudern und sind gut drauf.

Tandoori Hut:
Das Tandoori Hut liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße. Hier könnt ihr unterschiedlichste Curry von extra scharf bis mild probieren und es euch auf der Baumhausterrasse mit Blick auf die offene Küche gemütlich machen.

Kann man eher sein lassen:

  • Die A-Z Surfschool kann ich persönlich nicht empfehlen. Die Lehrer dort sind freundlich, für Beginner ist das ganze aber eher weniger geeignet, wie ihr bereist oben gelesen habt.
  • Beach Wave Hotel: Das Hotel ist erst ca. 1 Monat alt und liegt am Beginn von Arugam Bay. Die Cabanas sind fein, der Preis ok, allerdings entsteht dort überhaupt keine Atmosphäre, was sehr schade ist.

Mein Fazit:
Ich fand’s herrlich! Ich komme wieder. Ich habe mich schwer in die vielen süßen Hunde verliebt, die überall rum streunen. Die Surfspots sind leider etwas zu voll, hier hätte ich mir mehr Platz gewünscht. Yoga ist fein. Es war herrlich mit den unterschiedlichsten Lehrern zu plaudern. Ja, das Essen und vieles andere hier sind etwas teurer als in anderen Teilen Sri Lankas, aber das stört mich persönlich nicht, weil es mich eher beschäftigt wie arm die Menschen hier sind.

Nach den herrlichen Tag ging’s noch für zwei Tage nach Colombo, in die Hauptstadt. (Das Taxi von hier bis Colombo kostet ca. 70 US Dollar, wir haben es über den Touristpoint gebucht. Man kann aber auch im Ort nach Aushängen schauen.) Auch hierzu stelle ich euch noch was zusammen, es gibt ein feines 1-Tages-Programm.

#traveltheworld #reisenmachtglücklich

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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