Body & Mind, Inspiration
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„Walk with me“ – Dokumentation über Thich Nhat Hanh

Ich beschäftige mich schon seit einer Weile mit dem Zen-Buddhismus (ein weites Feld), habe einige seiner wunderbaren Bücher verschlungen und freue mich daher besonders, dass es endlich eine Dokumentation über das klösterliche Leben und den vielleicht bekanntesten Buddhisten überhaupt, Thich Nhat Hanh, gibt. Ein weiser 90-jähriger Mann, dem man unbedingt zuhören sollte und der leider kurz nach den Dreharbeiten einen schweren Schlaganfall erlitt. Seine frühen Tagebücher und die Dokumentation geben einen Einblick in sein beeindruckendes Leben.

Walk with me

Die Dokumentation „Walk wit me“ ist eine behutsame Reise in die Welt der Achtsamkeit und des Zen-Buddhismus. Über drei Jahre hatten die britischen Regisseure Max Pugh und Marc J. Francis exklusiven Zugang zu der klösterlichen Gemeinschaft rund um den vietnamesischen Lehrmeister Thich Nhat Hanh. Die Mönche und Nonnen in Plum Village haben alle Besitztümer aufgegeben, um ein klösterliches und einfaches Leben in Frankreich zu führen.

Mit dem Lauf der Jahreszeiten zeigt der Film das Leben im Kloster, das Streben der Mönche nach einer Verbindung zu sich und der Umwelt – ergänzt durch die Erzählungen aus Thich Nhat Hanh’s frühen Tagebüchern, gelesen von Benedict Cumberbatch.

„An Apostle of peace and nonviolence“

Über Thich Nhat Hanh

Der vietnamesische Zen Buddhist Meister Thich Nhat Hanh ist weltweit bekannt als Mönch, spirituelle Inspiration, Autor, Poet und Friedensaktivist. Martin Luther King nannte ihn „An Apostle of peace and nonviolence“, seine zahlreichen Bücher (ich kann euch das Das Wunder der Achtsamkeit empfehlen ) über Frieden und Achtsamkeit und seine buddhistischen Lehren werden weltweit gefeiert.

1926 in Vietnam geboren, trat der junge Thit Nanch Hanh bereits mit 16 Jahren als junger Mönch dem Orden bei. In den Jahren des Krieges hielt er sich sowohl meditierend im Kloster als auch auf der Straße auf, um die Verwundeten und Kriegsopfer zu pflegen. In dieser Zeit gründetet er den engagierten Buddhismus, die Nichttrennung von Meditation und Mitgefühl, aus dem eine Bewegung wurde.

In den 80er Jahren gründete Thich Nhat Hanh Plum Village, ein Kloster im ländlichen Frankreich, für Mönche, Nonnen und Besucher. Das Center bietet heute Schulungen in Achtsamkeit für Geschäftsleute, Lehrer, Familien und Interessierte an. Schätzungsweise nehmen jährlich ca. 45.000 Menschen an den Aktivitäten in Plum Village in Europa und den USA teil.

Mit Hilfe von Achtsamkeit können wir alle lernen, glücklich im Hier und Jetzt zu leben. Es ist laut  Thich Nhat Hanh, der einzige Weg um wirklich Frieden zu schaffen. Sowohl mit uns selbst als auch in der Welt.

Der Film wird ab dem 14. September in ausgewählten Kinos in Deutschland gezeigt. Wer Interesse hat, kann sich hier für weitere News eintragen.

Ein Film von Marc J. Francis & Max Pugh
GB 2017, 94 min, OmU, digital
Regie/Drehbuch/Kamera: Marc J. Francis & Max Pugh
Schnitt: Nicolas Chaudeurge, Marc J. Francis, Alan Mackay, Max Pugh
Musik: Germaine Franco

„Das Leben ist zu kurz, um kein Yoga zu machen!“ Simone liebt Yoga, Schreiben, das Meer, die Sonne und ist auf der Suche nach einem happy, healthy Lifestyle. Wenn sie nicht gerade nachdenkt, haut sie in die Tasten oder ist auf der Matte zu finden!

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1 Kommentare

  1. Alexandra sagt

    Vielen Dank für den Artikel, den Filmhinweis und überhaupt. Sehr passend, ich beschäftige mich gerade auch sehr intensiv mit dem Zen Buddhismus und lese gerade gerade zum 2ten mal das Buch von Mary Paterson „Die Mönche und ich …“. Für Büchertipps in der Richtung wäre ich auch sehr dankbar und total interessiert, vielleicht magst Du ja welche empfehlen, ich würde mich riesig freuen. Und ich hoffe, dass der Film hier bei uns läuft.

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