Yoga
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Anuloma Viloma – Die Wechselatmung

Wechselatmung Anuloma Viloma

Ich bin ein riesengroßer Pranayama-Fan. Es gibt nichts besseres als sich mit Pranayama fein auf den Boden der Tatsachen zu atmen. Nichts beruhigt mich mehr und bringt mich runter. So starte ich meist morgens mit einer Atemübung, auf die ich gerade Lust habe. In meiner Zeit im Ashram hat jeder Morgen mit Kappalabhati und Anuloma Viloma begonnen, herrlich. Zuhause übe ich viel die Wechselatmung, man kann wunderbar klein anfangen und sich langsam steigern.

Wechselatmung gegen Stress

Die Wechselatmung beruhigt herrlich unser komplettes Nervensystem. Du kannst sie vor oder auch nach deiner Yogastunde einsetzen oder auch einzeln, wenn du dir eine kleine Schreibtischpause gönnen willst. Auch bei Schlafstörungen und Allergien ist Anuloma Viloma die richtige Wahl, da unsere Nasendurchgänge gereinigt werden.

In der Wechselatmung lernen wir unseren Atem auf sanfte Weise zu kontrollieren. Und weil die Atmung wunderbar harmonisierend wirkt, ist sie auch eine gute Vorbereitung für die Meditation. Bevor du loslegst: Achte darauf, dass du eine ruhige Umgebung schaffst, in der du dich auf deinen Atem konzentrieren kannst. Handy und Computer am besten abschalten. Und putz dir zur Vorbereitung einmal kurz die Nase.

Anuloma Viloma – so geht’s

So und wie geht nun dieses Anuloma Viloma? Vielleicht braucht es ein bisschen Übung und wirkt am Anfang ungewöhnlich, aber du wirst sehen mit der Zeit wirst du dieses Pranayama lieben lernen.

  1. Komme in eine bequeme Sitzhaltung. Du kannst ein Meditationskissen als Unterlage wählen oder auf einem Block sitzen. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und richte deine Wirbelsäule auf.
  2. Bilde mit deiner rechten Hand das Vishnu-Mudra. Dafür klappst du Zeigefinger und Mittelfinger ein und bildest mit Daumen, Ringfinger und kleinem Finger eine kleine Zange.
  3. Führe dann den Daumen an das rechte Nasenloch und Ringfinger und kleinen Finger an das linke Nasenloch. Verschließe beide Nasenlöcher ganz leicht am Nasenflügel, achte darauf, dass du nicht zu viel Druck ausübst. (Du kannst auch wie auf dem Bild sichtbar, Mittelfinger und Ringfinger aufs dritte Auge bringen, das ist etwas entspannter für die Finger)
  4. Verschließe zu erst mit dem Daumen das rechte Nasenloch und atme links vier Atemzüge ein. Schließe dann links und öffne rechts und atme über das rechte Nasenloch langsam auf acht aus.

Übe so mehrere Runden und konzentriere dich dabei vollständig auf deine Atmung. Wenn dir der Zählrhythmus 4-8 Probleme bereitet, starte mit 2-4. Du atmest auf 2 ein und auf 4 aus.

Und was ist nun Nadi Shodana?

Nadi Shodana basiert auf demselben Prinzip und bedeutet „Reinigung der Nadis“. Bei diesem Pranayama halten wir zwischen den Atemzügen die Luft an. In dem Moment wo wir beide Nasenlöcher verschließen, wechseln wir also nicht direkt zur anderen Seite um auszuatmen, sondern verweilen einen Moment und zähen dabei bis 16. Das Kumbaka, die Atempause, sollte sich gut anfühlen. Wenn du das Bedürfnis hast, früher auszuatmen, tu das oder verkürze auch hier den Rhythmus und taste dich langsam ran.

Bleibe nach deinem Pranayama entspannt für ein paar Minuten sitzen. Es gibt keinen Grund aufzuspringen. Vielleicht magst du danach sogar eine feine Meditation anschließen. Hier gibts Tipps!

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