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YogaCityGuide: London

Ist das zu glauben? Ich musste erst ganze 35 Jahre alt werden, um das erste Mal nach London zu kommen. So lange solltest du nicht warten, denn die Stadt an der Themse hat einiges zu bieten, lässt Veganerherzen höher schlagen und macht Yogis glücklich. Ich habe mich vier Tage durch die Metropole geschlemmt, Märkte und Museen besucht, die älteste Buchhandlung Londons entdeckt, den Kinderwagen durch die schönsten Parks geschoben und natürlich feinste Yogastudios getestet.

Ich war insgesamt vier Tage in London, habe in der Nähe des London Tower gewohnt und bin jeden Tag ca. 15 km zu Fuß gelaufen – die Stadt hält fit. Vor allem aber ist sie eins: voll. Jeden Morgen habe ich die Menschen beobachtet, die sich wie unzählige kleine Ameisen durch die vollgepackten Straßen geschlagen haben. So viel Business, so viel Hektik und die wenigsten von ihnen sahen dabei glücklich aus. Ich war also erstmal ganz schön erschlagen, aber Stück für Stück hat mich die Stadt mit ihren Vierteln und wundervollen Häusern in den Bann gezogen. Und das auch weil Yoga hier ganz wunderbar ist: so vielfältig, so schweißtreibend, so meditativ, so klassisch.

Yoga in London

Yoga in London hat mich sehr an Yoga in Dubai erinnert. Es gibt eine Vielzahl an tollen Studios und wahnsinnig viele gute Lehrer. Mich hat es in die Sangyé Yoga Schule gezogen, das Studio von Cat Alip & Phil Douglas. Das Studio war ursprünglich ein offizielles Jivamukti-Studio, liegt im Stadtteil Kensington und strahlt eine warme Atmosphäre aus. Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt und wurde in der Stunde von Dechen Thurman mit einem ganz anderen Programm überrascht als erwartet. Auf dem Weg nach draußen bin ich der Inhaberin noch über die Füße gelaufen, tolle Frau. Sie kommt im Mai für Workshops nach München in die Patrick Broome Studios – lohnt sich. Ihre Vinyasa Stunden sind proppenvoll und sehr beliebt.

Eines war klar, wenn in London dann zu Steward Gilchrist. Zwischendurch habe ich mal gezittert, ob das mit Baby auch klappt, aber am Sonntag um 11 Uhr stand ich dem Himmel sei Dank schon früh auf der Matte und hatte mich am Abend vorher angemeldet. Ich bekam eine Nummer am Check-In und der Raum füllte sich in Windeseile. 70 Yogis schwitzten, klatschten, lachten und atmeten die folgenden 105 Minuten zusammen. Ashtanga Vinyasa (für Geübte) bei Steward Gilchrist (sehr harter London-Akzent, manchmal etwas scher zu verstehen) ist wie ein Ausflug ins Berghain, wie eine durchtanzte Nacht. Nur gesünder, günstiger, ohne Alkohol und ohne Drogen. Nach der Stunde musste ich erst mal ganze 20 Minuten für eine kalte Dusche anstehen, aber es hat sich so sehr gelohnt! Danach bin ich beglückt durch London gehüpft.

Meine Tipps:
Indaba Yoga in Marylebone – schweißtreibendes Vinyasa, Hot Yoga und Forest Yoga sowie unzählige Workshops. Je nach Lehrer online anmelden und pünktlich sein.
Sangye Yoga School in Kensington – hier werden Jivamukti-Fans glücklich. Schönes Studio mit sympathischer Inhaberin.
Triyoga – das wohl bekannteste Studio in der Metropole. Besonders gut soll hier die Yoga-Ayurveda-Massage sein. Gibts in: Covent Garden, Soho, Chelsea, Camden, Ealing und Shoreditch.
HeartCore in Notting Hill – ganz süßes kleines Studio mitten im Viertel. Bin zufällig dran vorbei gelaufen und habe kurz reingeschnuppert.

Must-See in London

Ich finde es immer schön sich einfach treiben zu lassen, bei einem Stadtbesuch und vorab gar nicht so viel zu planen. Dadurch bleibt man ohne Erwartung und kann viel eher überrascht werden. So sind wir ganz zufällig auf den Borough Markets gelandet. Hier kann man sich stundenlang von einem Stand zum nächsten schlemmen und nebenbei Menschen gucken oder ein Bier im Pub gegenüber trinken. Genau so zufällig haben wir auch den Paradenwechsel am Buckingham Palace gesehen. Kein Must-See, aber ganz lustig.

Alle, die London kennen und lieben, empfehlen Camden Market. Sonntags ist es ziemlich voll. Auch hier ist es lecker und man kann sich herrlich treiben lassen. Die Shops haben mich nicht wirklich überzeugt, ich fand es sehr touristisch.
Besonders umgehauen hat mich das viele Grün in London. Ein Park schöner als der andere. Wir sind so viel gelaufen in London, auch wegen dem Baby und haben es genossen von einem Ziel zum anderen die Parks zu durchqueren. Hyde Park, St. James Park und unbedingt den St. Regents Park im Norden nicht vergessen.

Notting Hill ist natürlich ein Knaller, so viele schöne Häuser auf einmal, man muss sich wirklich manchmal kneifen. Wenn ihr da seid, schaut auch mal bei Goop vorbei, dem Laden von Gwyneth Paltrow. Den berühmten Portobello Road-Markt, der freitags und samstags stattfindet, gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Hier wurden früher vor allem Antiquitäten verkauft, mittlerweile findet man hier Schallplatten, Obst und vieles mehr. Herrlich, irgendwie wie ein dauerhaft stattfindender Flohmarkt.

Wohnen in London

Wir haben in der Nähe von London Tower in einem Native Appartment gewohnt. Man braucht ja mit Baby (wenn man nicht mehr voll stillt) eine komplette Camping-Ausrüstung inkl. Küche, daher war das praktisch und zentral wars auch. Aber wie das immer so ist, wenn man mal unterwegs ist, fallen einem noch andere Alternativen auf.

Meine Tipps:
Ein ganz süßes und erschwingliches Hotel mitten in Notting Hill ist das Blue-Bells Hotel. Hier gibt’s Zimmer ab 120 Euro die Nacht inkl. Frühstück und schöner als Notting Hill geht fast nicht. Ebenfalls empfehlenswert: The Fielding Hotel in Covent Garden, bestehend aus drei wundervollen Häusern aus dem 19. Jahrhundert mit 24 Zimmern, und das Designhotel The Soho Hotel in Soho. Letzteres setzt einen prall gefüllten Geldbeutel voraus;-)

Veganes Essen in London

Ich finde immer vegane Ernährung zuhause ist das eine, aber wenn man dann essen gehen will, ist es oft enttäuschend. Und macht irgendwie keinen Spaß. In London dagegen ist vegane Ernährung und draußen essen eine famose Symbiose. Überall gibt es veganes Essen oder geile Alternativen. Ja, sogar in Pubs! Besonders überrascht hat mich eine echt gute vegane Pizza von Pizza Express, die wir abends mit ins Appartment genommen haben, weil das Baby ins Bett musste. Und natürlich habe ich bei Deliciously Ella in Mayfair vorbeigeschaut. Der Besuch lohnt sich, es war lecker aber es hat mich nicht umgehauen. Oben sitzt man schöner, wir waren eine Etage tiefer, da war es etwas voll und dunkel. Probieren: die Mexican Bowl und den Ginger-Kombucha. Den besten veganen Brownie habe ich direkt am ersten Tag im The Watch House, einem kleinen Cafe, gegessen.

Meine Tipps:
Jusu Brothers in Notting Hill- Gemütlich, hip und gesund. Sehr lecker ist die Misosuppe mit Ramen.
Farmacy – Schön und teuer.
The Watch House -bester veganer Schokobrownie.
Wholefoods – einmal durch die Abteilungen shoppen.
Pizza Express – eine typische Pizzakette mit überraschend guter veganer Karte.
itsu – oha, der Schoko-Kokos-Matcha Riegel (liegt vorne an der Kasse) macht süchtig!
Deliciously Ella in Mayfair – Schönes Deli mit leckeren Bowls.

Ich wünsche mir übrigens so eine Bank in einem Park. Ich finde es hat etwas Magisches auf einer Bank in einem Garten zu sitzen und zu lesen, für wen diese Bank hinterlassen wurde.

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Yoga, ätherische Öle, Meditation und meine spirituelle Praxis helfen mir jeden Tag dabei die beste Version meiner Selbst zu sein. Ich möchte dich dazu inspirieren, dein Leben auf den Kopf zu stellen und dich frei zu fühlen.

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