Kolumne
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KOLUMNE: Was ich nicht brauche.

Vor ein paar Tagen erst bin ich aus Bali zurückkommen. Einen ganzen Monat lang habe ich dort Zeit mit meiner Familie verbracht. Wir haben es geliebt, es war die beste Zeit ever. Alles war so leicht, kein Alltag der uns zermürbte und um uns herum Menschen, die das Leben schätzen, die lieben, die dankbar sind und offen. Und wir ohne Zweifel, (fast) ohne Ängste und im Kopf nur das, was wichtig ist in dem Moment.

Ich habe einiges gelernt auf dieser Reise, das ist ja das tolle am Reisen. Neben der Erholung ist das Ganze wie ein gebuchter Crash-Kurs in Sachen Leben. Ich habe vor allem gelernt, was ich nicht brauche. Ich brauche keine Meinungen von außen, die mir sagen, was gut und schlecht ist, ich entscheide selbst. Auf dem Rückflug nach Deutschland, der insgesamt 16 Stunden dauerte, haben uns ca. fünf Menschen weiß machen wollen, dass das Baby dann um 22.30 Uhr, wenn wir zuhause ankommen, nicht schlafen würde.
„Oh, das wird kompliziert, das klappt nicht. Na ja, dann macht ihr halt durch.“

Ehrlich: Der Rückflug war schon anstrengend genug, ich hatte bereits Augenringe und es wäre besser gewesen nix zu sagen oder einfach was Positives. Was nämlich passiert, ist das wir im Kopf unsere eigene Story zusammenbrauen, die macht sich ungemütlich breit und das ist unnötig. Oh ja stimmt, was wenn das Kind dann wirklich gar nicht schläft? Zuhause angekommen sind wir um 23.00 Uhr ins Bett gefallen. Das Kind lag zwischen uns, einmal gähnen und zack sind wir alle drei einfach so eingeschlafen. Verrückt? Ja, schon ein bisschen.

Es gibt gerade im Bereich Kinder so viele Menschen, die uns sagen, wie es sein soll. Die denken, dass eine Fernreise mit Kind nicht geht, nicht sein muss. Was muss und was nicht – das entscheidest du ganz alleine. Es kann nämlich sein, dass du sonst mit Kind und Kegel an die Nordsee oder nach Holland (beides prima, nicht falsch verstehen) tuckerst und tot unglücklich zurückkommst, einfach weil deine Wahrheit eine andere ist. Ebenso brauche ich keine Bedenkenträger, die sich Gedanken machen, was alles schief laufen könnte. Menschen haben immer was zu sagen, immer was zu bedenken, ich blende das aus und höre auf mein Gefühl. Basta. Frei zu arbeiten, war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben (mit allen Auf & Ab’s), hätte ich auf die Bedenkenträger gehört, wäre ich noch immer festangestellt.

Das Wetter brauche ich übrigens auch nicht. Ich habe wirklich nichts an Deutschland vermisst, rein gar nichts. Auch meine Vorfreude auf Weihnachten hält sich ehrlich gesagt in Grenzen. Das tosende Weihnachtsgetümmel, das Geschiebe auf dem Weihnachtsmarkt, die unzähligen Geschenke, wer braucht das wirklich? Ich habe Weihnachten auch schon mal am Strand in der Sonne verbracht. Es war extrem entspannt, ich hab getan was sich gut und richtig angefühlt hat und es war ein verrückter, schöner und ganz anderer heiliger Abend.

Wir sollten weniger auf andere hören, die eigene Stimme mehr wahrnehmen, die eigene Wahrheit ganz laut hören und das, was wir nicht brauchen, ziehen lassen. Less is more.

Deine Simone

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Yoga, ätherische Öle, Meditation und meine spirituelle Praxis helfen mir jeden Tag dabei die beste Version meiner Selbst zu sein. Ich möchte dich dazu inspirieren, dein Leben auf den Kopf zu stellen und dich frei zu fühlen.

1 Kommentare

  1. Catrin sagt

    Simönchen, kurz und knapp ein paar Worte zwischendurch: Ich liebe Deine Texte und Denkanstöße :) drücke Dich und sende Grüße aus HH!

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