Body & Mind
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Hör auf dich selbst – du bist ein guter Ratgeber

So oft im Leben stehen wir vor Entscheidungen. Manche sind leicht zu treffen, andere ganz schwer. Sie erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit. Oft wünschen wir uns jemanden, der uns sagt, wo es lang geht und was zu tun ist. Tief in uns drin wissen wir, dass es das nicht gibt, denn der einzige, der wirklich weiß, wo es für dich persönlich lang geht, bist du selbst. Warum es so wichtig ist auf dich selbst zu hören, dir zuzuhören und was Yoga damit zu tun hat.

Warum du dir selbst zuhören solltest

Wir alle befinden uns in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Mein Freundeskreis besteht aus Menschen, die in festen Jobs arbeiten, aus Freelancern, Selbstständigen – eine bunte wundervolle Mischung. Jeder hat seinen ganz eigenen Weg, der eine möchte etwas mehr Freiheit und vielleicht die sicheren Bahnen des Angestelltendaseins verlassen, der andere braucht die Kollegen, das Miteinander und den Austausch Tag für Tag. Im Privatleben geht es weiter, viele heiraten, bekommen Kinder oder setzen sich mit dem Wunsch danach auseinander oder planen eine wundervolle Reise ins Ausland. Wir haben unendlich viele Möglichkeiten zu gestalten und bei all der Gestaltungsfreiheit wird uns ganz schwindelig, weil wir dann auf einmal nicht mehr wissen, was denn das Richtige für uns ist.

Wir suchen dann Rat. In Büchern, bei Therapeuten, Gurus, auf der Yogamatte. Jeder woanders. Ich finde das gut, denn das inspiriert und ich glaube egal welche dieser Möglichkeiten wir wählen, sie sind hilfreich, weil wir uns mit etwas auseinandersetzen. Auch wenn das Suchen, was ich ja schon mal geschrieben habe, sich oft anstrengend anfühlt. Der einzige, der wirklich weiß, was gut für dich ist, bist du selbst.

Höre auf dich selbst. Hör dir zu.
Was dabei allerdings oft vergessen wird., ist die Tatsache, dass alleine diese kleine Handlung, die sich so einfach schreibt und einfach klingt, schwer ist. Ich finde das wird gerne mal verschwiegen und klingt so als ob man mal kurz ne Banane schält. Ich glaube, wenn wir es schaffen uns selbst zuzuhören, sind wir einen entscheidenden Schritt weiter. Und das bedeutet erst mal, dass wir zur Ruhe kommen müssen. Raus aus den tausend Gedanken des Alltags. Es ist Wahnsinn sich zwischen einem anstrengenden Job für den nächsten in einer anderen Stadt zu entscheiden ohne einen Urlaub dazwischen, bei dem man sich mal ordentlich von allem frei macht. Bringt nix. Wenn wir in Situationen sind, die eine Entscheidung erfordern müssen wir erst mal loslassen. Nicht nur einmal, immer wieder. Und dabei hilft uns Yoga, Tag für Tag. Das ist einer der Gründe, warum ich Yoga praktiziere. 

Tu, was sich gut anfühlt.
Und dann sollten wir das tun, was sich für uns gut anfühlt. Nicht das, was der Partner oder die Eltern wollen oder der Yogalehrer. Wir lassen uns oft von Aussagen anderer leiten ohne es wirklich zu merken. Unterbewusst werden wir von so vielem beeinflusst – es macht Sinn das anzuschauen und zu verstehen. Und dann los. Auch hier eine Sache, die oft verschwiegen wird, nicht immer fühlt sich das, was uns wirklich erfüllt gut an. Schreiben erfüllt mich, ich liebe es, es nährt mich, lässt mich ankommen – aber es gibt Tage, da fließt es nicht. Ich hatte wahnsinnige Angst vor meinen ersten Yogastunden in Deutschland, ich habe mir in die Hose gemacht. Hier in Dubai fing das wieder von vorne an. Auf englisch unterrichten und gleich bei der zweiten Stunde 20 Leute, ich dachte mir sprengt das Herz aus dem Yogashirt. (Ist noch drin, ich lebe noch.)

Einfach machen.
Versuchen, ausprobieren & machen. Es hat sich aber rausgestellt, dass das nicht richtig war, gar nicht dein Ding? Jep, auch das gehört dazu. Schnapp dir mal ein paar Biographien spannender Persönlichkeiten, die haben auch nicht von Geburt an das gemacht, was sie am Ende erfüllt hat. Wenn wir es aber nicht machen, wüssten wir es nicht. Und vielleicht ist es für diesen einen Lebensabschnitt genau das Richtige.

Der Anfang von allem ist aber, dass wir ein Gefühl für uns entwickeln, uns besser kennenlernen. Unseren Körper und unseren Geist. Was will der Körper, wenn ständig der Hals entzündet ist oder wir dauernd Migräne haben? Ist da was zu viel oder zu wenig, das wir verändern können? Warum hegen wir negative Gedanken beißen uns fest, verrennen uns, lassen uns von anderen beeinflussen? Das alles sind Themen, die wir im Yoga angehen. Die vielen Bilder von Asanas, vollen Yogastudios und hippen Yogajüngern sind das eine – die andere Seite ist unsere ganz persönliche. Die ist ganz ruhig und still.

Namaste

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Yoga, ätherische Öle, Meditation und meine spirituelle Praxis helfen mir jeden Tag dabei die beste Version meiner Selbst zu sein. Ich möchte dich dazu inspirieren, dein Leben auf den Kopf zu stellen und dich frei zu fühlen.

2 Kommentare

  1. Alexandra sagt

    Hallo Simone,

    Danke für diesen tollen Artikel. JAAAAAAAAAAAA, es stimmt man sollte auf sich selber hören, was aber nicht immer so einfach ist. Manchmal ist es soooo komplett und verwirrt und es prallen soviele Faktoren aufeinander, dass es echt verdammt schwierig ist auf sich zu hören zur Ruhe zu kommen, in sich zu gehen. Oft ist man in einer solchen Stimmung oder so gestresst, dass es nicht möglich ist einen klaren Gedanken zu fassen geschweige denn Entscheidungen zu treffen und das kann ganz schön übel sein, weil sich dann oft Situationen dahinziehen und Zeit verrinnt. Oft ist es so, dass man ziemlich viele Entscheidungen getroffen hat, die sich nicht als gut oder richtig herausgestellt haben und man dann vorsichtig wird, aber man befindet sich dann lange Zeit in einem Vakuum, wo nix passiert und das Negative hängen bleibt. Rückblickend kann ich aber bestätigen, dass die Entscheidungen, also meine ganz eigenen Entscheidungen, meine „Bauchentscheidungen“ die Besten waren.

    Herzliche Grüße

    Alexandra

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