Yoga
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Yoga und Socken. Keine Liebe.

Es gibt so Dinge im Leben, die gehören einfach nicht zusammen. Die sind wie Feuer und Wasser. Wie Meghan und die Queen Noch so ein Gegensatzpaar: Socken und Yoga. Die passen einfach nicht zusammen, da wird keine große Liebe draus. Mal abgesehen davon, dass ein Leben in Socken sowieso nervt – runter also mit den Fußkleidern während der Yogapraxis.

In der letzen Zeit tragen öfter mal Mädels in meinen Klassen Socken. Ich unterrichte meist Vinaysa Flow, das sind aktive Klassen. Ich komme aus dem Anusara und ich mag es, wenn Asanas richtig aufgebaut sind, ohne dabei zu akribisch zu werden. Kristin Rübesamen, Chefredakteurin bei Yoga Easy sagte einmal in einem Interview, dass man als guter Yogalehrer den Schülern zuerst auf die Füße schauen sollte. Das fand ich mega und ich hab’s mir in meinem kleinen Yogalehrerhirn festgetackert. Wenn man aber am Schüler runterschaut und Socken sieht, kommt man einfach nicht weit.

Was ist da los? Warum bloß Socken? Füße nicht gewaschen? Pediküre verpasst?
Nein, ernsthaft, die Yogapraxis macht wenig Sinn, wenn wir nicht zu 100% mit unseren Füßen arbeiten. Sie bilden die Basis und sind unser Fundament. Die Füße sind das Körperteil, das den Boden und somit die Erde berührt. Von hier unten aus baut sich alles nach oben auf. Außerdem lehrt uns Yoga „Saucha“ (eines der Niyamas), was wir mit Sauberkeit übersetzen können. Es gehört also auch zu unseren Aufgaben darauf zu achten, dass unsere Füßchen (und auch der Rest unseres Körpers) sauber sind. 

Und ich glaube auch gar nicht, dass die hübsch verpackten Füße ungewaschen sind. Neulich sagt eine tolle Schülerin, die die ganze Zeit mit Pilatessöckchen die Stunde mitgemacht hat, dass sich die Praxis zum ersten Mal gut angefühlt habe, weil sie nicht gerutscht sei. Au weia. Ich habe innerlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Zum einen: Wer an Händen und Füßen stark schwitzt, der sollte auf eine rutschfeste Matte achten. Am besten von Jade, Lotusrafts oder Hejhej-Mats. Dann ist das Problem ruckzuck gelöst, dafür müssen wir nicht unsere Füße verpacken. (Es gibt bald auch einen Artikel zu Yogamattenempfehlungen.)

Jetzt nicht falsch verstehen, ich mag Pilates, habe es in Dubai gemacht und komme leider in Deutschland zu wenig dazu. Aber ich habe das Gefühl, dass dieser Söckchenwahn etwas auf’s Yoga überschwappt und da hat er, ganz ehrlich, nix zu suchen. Wir brauchen zum einen die Bewegungsfreiheit der Zehen (ich weiß, das gewährleisten die Pilates Socken), und wir brauchen die Bodenhaftung. Die Fußmuskulatur soll während der Praxis arbeiten, wir wollen uns bewusst mehr erden und hier Kraft entwicklen. Zudem ist barfuß laufen richtig gut für unsere Gesundheit. Und so viele Gelegenheiten dazu haben wir in Deutschland leider nicht.

Kommt gerne zu Beginn der Stunde mit Socken an den Füßen, aber sobald es los geht und ihr in Bewegung kommt, zieht die Socken aus. In Stunden, in denen es um eure Ausrichtung geht und in allen fließenden Stilen wie Jivamukti, Vinyasa, Ashtanga & Co. Lasst sie beim Yin Yoga oder Yoga Nidra natürlich gerne an, damit ihr schön warm seid.

Ich wünsche mir Freiheit für Füße & Zehen – bitte, bitte, liebe Yogis zieht die Socken aus!

Kategorie: Yoga

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Yoga, ätherische Öle, Meditation und meine spirituelle Praxis helfen mir jeden Tag dabei die beste Version meiner Selbst zu sein. Ich möchte dich dazu inspirieren, dein Leben auf den Kopf zu stellen und dich frei zu fühlen.

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